Zu viel gegossen – was nun?

von Natasha Starkell | 17.01.2014 | wasser , giessen , gießen , bewässern | 0 Kommentare | Bewertung: 0 Bewertungen

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Die meisten von uns haben wohl das Problem, dass sie ab und zu das Gießen vergessen. Nicht selten meint man es anschließend zu gut und übertreibt – aber sintflutartiges Gießen gefällt den wenigsten Pflanzen. Staunässe hat schon so manches Exemplar ins florale Nirvana geschickt.

Was also tun, wenn du es mal wieder zu gut gemeint hast? Oder wenn du dummerweise die Pflegehinweise für eine Pflanze einfach ignoriert hast und fleißig jede Woche gießt, obwohl sie nur aller paar Wochen Wasser braucht? Und überhaupt – kann man nicht einfach irgendwas erfinden, um dieses verflixte Problem mit dem Gießen ein für allemal aus der Welt zu schaffen?

Ja, es gibt tatsächlich Pflanzen, die wenig Wasser brauchen. Falls du dich wunderst, dass beispielsweise deine Glückskastanie (Pachira) gelbe oder braune Blätter kriegt, dann könnte man logischerweise vermuten, dass das gute Stück zu wenig gegossen wird. Stopp! Das genaue Gegenteil ist der Fall! „Überwässerte“ Pflanzen erkennst du beispielsweise daran, dass die Blätter welken und abfallen, die Wurzeln schimmeln, keine neuen Triebe und Blätter wachsen und die Erde im Topf eine grüne Farbe annimmt (das sind übrigens Algen).

Das richtige Gießen kriegst du mit ein paar Kniffen eigentlich ganz leicht in den Griff. Zunächst solltest du dir die Pflegehinweise raussuchen und dich daran halten. Wenn dein Gedächtnis mit anderen Sachen ausgelastet ist, schreib dir einen entsprechenden Zettel und hänge ihn an den Kühlschrank. Gar nichts mehr schief gehen kann, wenn du den nächsten „Bewässerungstermin“ als Alarm im Handy speicherst. Und versuche dir anzugewöhnen, deine Pflanzen regelmäßig zu gießen, denn nicht nur wir Menschen mögen den ständigen Wechsel von Trockenperioden und Überschwemmungen nicht besonders... Wenn du Pflanzen mit ähnlichen Gießansprüchen nebeneinander platzierst, machst du es dir ein ganzes Stückchen einfacher.

Und jetzt zur Frage nach der Alternative zum Gießen... Du kannst dir gratulieren, denn es gibt in der Tat eine coole Erfindung, die dir das Schlimmste abnimmt. Sie nennt sich Lechuza und ist eine Art Bewässerungssystem im Pflanzgefäß, das für eine ausgewogene Versorgung sorgt – und das bis zu 12 Wochen lang. Das clevere System misst das Wasserniveau und lässt nur so viel Nachschub durch wie erforderlich. Am Anfang solltest du noch kontrollieren, aber wenn alles richtig eingestellt ist, übernimmt das System die Arbeit und du brauchst nur das Wasser nachzufüllen. (Aber nicht vergessen!)

Und das Lechuza System ist nicht mal die einzige Hilfe! Du kannst es auch mit dem Koubachi Plant Sensor probieren, der Bodenfeuchtigkeit, Temperatur und Lichtintensität misst und dann eigenständig festlegt, was deine Pflanze braucht. Solch ein Hightech-Assistent hat natürlich seinen Preis – bei Zimmerpflanzen bist du mit schlappen 89 Euro dabei. Aber psssst – es gibt ihn auch als kostenlose App, zumindest die für die Basisfunktionen.

 


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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