Wüstenkohl? Wüstenkohl!

von Natasha Starkell | 07.01.2014 | wüstenkohl , kalanchoe , kohl | 0 Kommentare | Bewertung: 0 Bewertungen

Kalanchoe

Kalanchoe

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Manche Pflanzen haben wirklich kuriose Namen. Bestes Beispiel: der Wüstenkohl. Warum er eine dekorative Ergänzung für deinen Garten, deinen Balkon oder dein Wohnzimmer ist und was er sich von dir wünscht, erfährst du hier.

Nein, er gehört nicht zu den Kohlarten, und essen solltest du ihn besser auch nicht, den Wüstenkohl. Ganz vornehm auf Latein nennt er sich übrigens Kalanchoë thyrsiflora und gehört zur Familie der Dickblattgewächse. Das sind die mit den fleischigen Blättern, in denen reichlich Wasser abgespeichert ist. Damit wäre der Wüstenkohl also ideal für all jene, die immer mal wieder vergessen, ihren Zimmerpflanzen Wasser zu geben...

Typisch für den Wüstenkohl, der in Südafrika beheimatet ist, sind die roten Ränder der fetten, bis zu 15 cm langen und mit einer Art Wachs überzogenen Blätter, die in einer Rosette wachsen. Diesen coolen Farbakzent kriegst du aber nur hin, wenn du der Pflanze einen hellen, sonnigen Standort gibst. Um die Farbe bilden zu können, braucht sie nämlich viel Licht.

Der Wüstenkohl hat kein besonders langes Leben – im zweiten Jahr blüht er und stirbt danach ab. Blüht dein Wüstenkohl nicht, schafft er es auch ein paar Jahre mehr. In heimischen afrikanischen Gefilden werden die Blütenstände teilweise über einen Meter hoch, und wenn du der Pflanze im Sommer ein vor Regen geschütztes Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon gibst, schafft sie das bei dir auch. Die Blüten sind recht hübsch: Sie wachsen in einer dichten Traube an einem langen Stängel, sind gelb, röhrenförmig und bis zu 1.5 cm lang.     

Und wie gießt du den Wüstenkohl? Simpel: Vom Frühjahr bis Herbst den Boden ordentlich wässern, bis die Erde „satt“ ist. Überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer abgießen, damit keine Staunässe entsteht. Bis du dann das nächste Mal gießt, sollte der Boden gut austrocknen. Im Winter braucht der Wüstenkohl nur sehr wenig Wasser. Als Substrat eignet sich Kakteenerde, du kannst aber auch zwei Teile ganz normale Blumenerde und je einen Teil Tongranulat und Sand mischen. Hauptsache der Boden ist durchlässig!

In der kalten Jahreszeit sollte der Wüstenkohl nicht draußen stehen, als gebürtiger Afrikaner hat er mit Frost nichts am Hut. Bezüglich der Temperaturen in seinem winterlichen Exil ist er recht flexibel und mit 10 bis 20 °C einverstanden.

Der Vorteil des Wüstenkohls ist, dass er robust ist und nur wenig Aufmerksamkeit von dir verlangt. Wie gesagt ist es nach 2 Jahren meist schon vorbei mit der Pracht, aber wenn du dich in dieser Zeit zum Fan entwickelt hast, kannst du dir ganz einfach Stecklinge setzen. Die lässt du an der Schnittfläche kurz antrocknen und setzt sie dann aufrecht in dein Pflanzgefäß. Den Nachwuchs solltest du die ersten Wochen an ein absonniges, warmes Plätzchen stellen und mit dem Gießen etwas vorsichtig sein. Und bald kannst du dich dann über ein neues Schmuckstück freuen!


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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