Wenn die Pflanze umziehen muss...

von Natasha Starkell | 24.01.2014 | topf , umtopfen , umpflanzen | 0 Kommentare | Bewertung: 0 Bewertungen

repotting

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Mal Hand aufs Herz – wann hast du das letzte Mal deine Pflanzen umgetopft? Hm, doch schon so lange her? Hier sind ein paar Tipps, woran du erkennst, dass es höchste Zeit zum Umtopfen ist und wie du dabei am besten vorgehst.

Wenn deine Pflanzen gelbe Blätter kriegen oder neue Blätter viel kleiner und spärlicher ausfallen als sonst, dann sind das Anzeichen dafür, dass es deinen grünen Mitbewohnern zu eng in ihrem Topf geworden ist und sie dringend einen neuen brauchen. Am deutlichsten melden sich die Exemplare zu Wort, deren Wurzeln schon aus dem Wasserloch des Topfes drängen. Nimm deine Pflanzen also am besten mal aus ihrem Übertopf heraus und checke die „Wurzelsituation“.

Ganz allgemein gilt: Junge, kräftig wachsende Pflanzen sollten einmal pro Jahr in einen Topf umgesetzt werden, der ein wenig größer ist als sein Vorgänger. Als Richtlinie nimmt man normalerweise einen Abstand von ca. 2 cm zwischen dem Pflanzenballen und dem Rand des neuen Gefäßes. Einen viel größeren Topf zu nehmen mag zwar gut gemeint sein, erweist sich aber nicht als praktisch. Die Pflanze wartet dann nämlich mit dem Wachsen, bis die Wurzeln sich im Topf so richtig breit gemacht haben – und das kann ein Weilchen dauern.  

Bei langsam wachsenden, älteren oder großen Exemplaren wie beispielsweise dem Ficus oder dem Drachenbaum reicht ein Umsetzen aller 2 Jahre oder gar in noch größeren Abständen. Sieh dir einfach an, was sie für einen Eindruck machen – wachsen sie fröhlich vor sich hin und sehen gesund aus, dann kannst du davon ausgehen, dass sie mit ihrem Topf zufrieden sind und noch ein Weilchen dort bleiben können. Zu frühes Umtopfen würden sie dir eher übel nehmen. Bei so richtig großen Pflanzen ist es deshalb auch besser, wenn du statt Umtopfen einfach nur die oberen Zentimeter der alten Erdschicht entfernst und den Topf mit neuer Erde auffüllst.

Der beste Jahreszeit zum Umtopfen ist das Ende der Ruhephase und der Beginn der Wachstumsphase. Bei den meisten Pflanzen ist das im Frühjahr, so ungefähr ab März. 

Und so geht’s:

  1. Nimm den Wurzelballen vorsichtig aus dem Topf und achte darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen.
  2. Sind die Wurzeln sehr fein und dicht miteinander verwachsen, dann lockere sie vorsichtig auf. Dafür kannst du ein Holzstäbchen nehmen. Verfaulte und vertrocknete Wurzeln kannst du abschneiden.
  3. Den neuen Topf teilweise mit Erde oder Substrat füllen. Die Pflanze in der Mitte postieren und dann die Seiten auffüllen. Die Erde vorsichtig andrücken. Übertreibe es nicht, denn wenn die Erde zu fest zusammengedrückt ist, wird sie wasserundurchlässig, außerdem kannst du die Wurzeln beschädigen.
  4. Gründlich gießen. Die Erde sackt dann meist ein wenig zusammen und du kannst bei Bedarf noch etwas drauf packen.
  5. Beachte: Eine frisch umgesetzte Pflanze solltest du frühestens nach einem Monat düngen. 

Viel Erfolg!
 

Bildquelle: Bestimmte Rechte vorbehalten von melisslissliss


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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