Wenn der Garten unter Wasser steht...

von Natasha Starkell | 19.02.2014 | wasser , england , flut , regen , unter wasser | 0 Kommentare | Bewertung: 2 Bewertungen

Flut

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England und Regen sind zwei Sachen, die zusammen gehören wie zwei alte Latschen. Aber so schlimm, wie es dort teilweise im Januar gegossen hat, war es seit 100 Jahren nicht mehr. Die Folge: schlimme Überschwemmungen. Die mittlerweile ja auch in Deutschland keine Seltenheit mehr sind. Immer wieder gehören auch Gärtner zu den Hochwasseropfern. Was also tun, falls es beim nächsten Mal deine Parzelle erwischt?

Man könnte ja denken – nicht schlimm, wenn das Wasser abgeflossen ist, machen wir einfach weiter wie bisher... Aber ganz so einfach ist es leider nicht. Hochwasser ist gleichbedeutend mit Staunässe, und die mögen ja bekanntlich die wenigsten Pflanzen. Die kommen mit dem vielen Wasser nicht klar und saufen im wahrsten Sinne des Wortes ab. 

Und warum? Ist der Boden zu nass, dann gelangen weder Sauerstoff noch Nährstoffe an die Wurzeln. Gleichzeitig kann das Kohlenmonoxid nicht mehr entweichen. Die Wurzelfunktionen werden immer schwächer und hören schließlich ganz auf. Die Wurzel beginnt zu verrotten, die Pflanze stirbt.

Keine Sorge, ein paar Tage mit heftigem Regen steckt dein Garten schon weg, ohne dass es zum Schlimmsten kommt. Aber hat er länger unter Wasser gestanden, dann kannst du folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen:

  • Sammle alles ein, was das Hochwasser hinterlassen hat, und entferne beschädigte Pflanzenteile
     Laufe nicht auf der Erde herum, bis sie wieder im Normalzustand ist. Ansonsten drückst du sie zusammen und machst alles noch schlimmer.
  • Auch wenn es schmerzt: Obst und Gemüse, das unter Wasser gestanden hat, solltest du besser wegwerfen und in den nächsten 2 Jahren an den betroffenen Stellen nur Sachen anbauen, die gekocht verzehrt werden. Wer weiß, welche Schadstoffe mit dem Wasser in den Boden gesickert sind...
  • Im Frühjahr ausgewogen düngen und Mulch über die Wurzeln geben

Der beste Tipp ist immer ein Schutz auf lange Sicht. Hilfreich sind da beispielsweise diese Aktionen:

  • Bäume und Büsche, deren Wurzeln sich nicht so schnell von Staunässe erholen wie die anderer Pflanzen, packst du am besten in eine erhöhte Position. Dafür kannst du beispielsweise einen kleinen Erdhügel anhäufen.  
  • Auch bei Beeten solltest du dir überlegen, ob du sie ein weniger höher legst. (Was übrigens ziemlich cool aussehen kann!)   
  • Falls du im Garten Stellen hast, an denen sich gern das Wasser sammelt, wäre ein Drainage-System nicht schlecht. (Gute Beschäftigung für die Jungs!) Überhaupt ist eine gute Entwässerung das A und O, willst du deine Pflanzen vor Staunässe schützen.
  • Regelmäßiges Verteilen von Kompost macht nicht nur einen guten Boden. Kompost hält nämlich auch das Wasser.

Hochwasser ist bei der Lage deines Gartens eher unwahrscheinlich, meinst du? Egal, gut vorbereitet zu sein kann nie schaden. Denk nur mal an den wochenlangen Dauerregen im vergangenen Frühjahr...

Bildquelle: Bestimmte Rechte vorbehalten von Boston Public Library


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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