Welcher Dünger ist der Richtige?

von Stephanie_Danner | 12.03.2014 | tipps , dünger , stickstoff , kalium , tricks , anorganische dünger , organische dünger , phosphor , wasserlösliche dünger , langzeitdünger | 0 Kommentare | Bewertung: 3 Bewertungen

Dünger

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Der Frühling kommt und das Gärtnerherz schlägt höher. So vermeidet man stressbedingte Herzrhythmusstörungen vor dem Düngerregal...

Dinge, die man gerne und mit Leidenschaft tut lassen einen oft zu wahren Strebern werden. Und jeder Pflanzenfreund weiss: Das Gärtnertum ist geradezu prädestiniert für eine solche Transformation. Wer hätte schon in seiner Prägärtnerzeit ungeduldig auf die Frühjahrssonne gewartet, weil dann endlich Paprikavorkulturen angelegt werden können? Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt, an dem Erde nicht gleich Erde, Kürbis nicht gleich Kürbis und Dünger nicht gleich Dünger ist. Und das ist schön und gut so! Leidenschaft für eine Sache kann etwas Wunderbares sein. Deshalb stehen wir ganz offen zu unserem Geek-, Streber- und Nerdgärtnerdasein... und mehr noch – wir hegen und pflegen es! Zum Beispiel indem wir uns ein bisschen Basiswissen über Dünger reinziehen und Stolz darauf sind:

Die Basis der Basis: Die wichtigsten Stoffe, die man Pflanzen mit Düngemitteln zuführt sind Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Organische Dünger

Organische Dünger sind Materialien wie lecker Stallmist, gut zersetzter Kompost und Mulch aus Rasenschnitt, Laub oder zerkleinerter Baumrinde.  In solchen „natürlichen“ Düngemitteln entstehen Stickstoff, Phosphor und Kalium hauptsächlich durch die Zersetzung toten Pflanzenmaterials.

Der schöne Begriff Mulchen benennt schlicht und einfach die Verteilung einer Schicht organischen Materials auf bepflanzte Flächen. Erwünschte Effekte sind die bessere Speicherung von Feuchtigkeit in der Erde, gute Nährstoffversorgung, bessere Bodenbeschaffenheit und weniger Unkraut. Laub- und Rindenmulch sind eher nährstoffarm und mit niedrigem pH Wert gut für Waldpflanzen und pingelige Kalk-Verächter geeignet. Grober Rindenmulch, der in guten Schichten (mind. 10cm) gestreut wird, kann über längere Zeit gute Dienste leisten, dabei aber den Stickstoffgehalt des Bodens downgraden. In diesem Fall muss man mit weiteren Düngemitteln nachhelfen.

Der selbst angelegte Kompost, der uns eine Menge böser Plastikmüllsäcke erspart, jedoch gut umgesetzt sein will kann sehr nährstoffreich, aber auch - wenn nicht richtig gefüttert - eine sehr fade Pflanzennahrung mit zu vielen Kuckuckssamen werden. Er bleibt damit ein eigenes Nerd-kapitel!

Anorganische Dünger

Anorganische Dünger sind für weniger risikofreudige Düngementalität geeignet, weil sie mit ihrer Zusammensetzung freizügig umgehen. So geben die Zahlen 12-8-10 auf der Packung an, dass der Dünger 12% Stickstoff, 8% Phosphor und 10% Kalium enthält. Die restlichen 70% sind so was wie leere Kohlenhydrate für den Menschen - machen die Pflanzen aber nicht dick!

Stickstoff

Stickstoff ist ein bedeutender Bestandteil von Chlorophyll und somit der grünen Existenz per se. Er ist wesentlich für einen üppigen Wachstum, „saftige“ Pflänzchen und einen dichten und schönen Rasen. Superwichtig beispielsweise für Hecken und Immergrüne!

Phosphor

Phosphor ist einer der wichtigsten Bodennährstoffe, eine wesentliche Komponente in der pflanzlichen Zellteilung und somit des Pflanzenwachstums allgemein. Damit ist er vor allem für Keimlinge und Jungpflanzen elementar. Phosphor ermöglicht der Pflanze Energie zu speichern und zu verteilen, solide Wurzeln sowie Früchte und Blüten zu bilden.

Kalium

Kalium spielt eine Rolle bei der Entwicklung neuer Blätter, vor allem in der Wachstumsphase nach dem Winter. Der Boden sollte eigentlich durch eine gute jährliche Portion Kompost oder Tiermist genug davon erhalten. Am gelegentlichen Kaliummangel leiden vor allem neu angelegte Gärten, oder zu sandige Böden, in denen nicht ausreichend organisches Material vorhanden ist.

Langzeitdünger

Langzeitdünger sind nicht wasserlöslich, geben somit die Nährstoffe langsamer an den Boden ab und sind speziell für Topfpflanzen geeignet. Die Nährstoffe werden mit jeder Bewässerung häppchenweise an die Erde weitergegeben. Abhängig von der Zusammensetzung und davon, ob die Topfpflanze draussen oder drinnen wohnt und wie oft sie bewässert wird kann er alle 3-9 Monate zur Erde gegeben werden.

Wasserlösliche Dünger

Wasserlösliche Dünger sind die beste Wahl für Blumen- und Gemüsebeete. Sie fördern vor allem das Wurzelwachstum. Am besten beim Pflanzen und 2-4 Wochen danach einen guten Schuss zugeben.

Bildquelle Hauptbild: Bestimmte Rechte vorbehalten von Boston Public Library


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