Verlorene Momente wiederfinden...

von Stephanie_Danner | 27.05.2014 | kunst , fotografie , tuane eggers | 0 Kommentare | Bewertung: 2 Bewertungen

tuane eggers

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...mit den Arbeiten der grossartigen brasilianischen Fotografin Tuane Eggers.

Tuane Eggers wollen wir euch nicht nur vorstellen, weil sie in ihren Bildern viel mit Blumen und allgemein Pflanzen und Szenen in der Natur arbeitet... Es mag durchaus der erste kurzlebige Grund sein, um als Freund der Pflanze bei ihren Bildern hängen zu bleiben. Aber schon nach zwei- dreimal Blinzeln dürfte klar werden: Diese Arbeiten sind sehr speziell, sehr zauberhaft, sehr gekonnt und vor allem... sie haben wunderbare Kräfte.

Die junge Fotografin lebt in Lejeado, einer kleinen Stadt in Südbrasilien. Obwohl sie noch als Journalistin arbeitet, ist sie gerade dabei, sich mit ihrer grossen Leidenschaft, der Fotografie, einen Namen zu machen. Sie war mit ihren Arbeiten bereits auf zahlreichen Ausstellungen und in diversen Print- und Onlinemedien vertreten. Und ich wage hier, ohne grosses Risiko, zu behaupten, dass die Rezensionen samt und sonders positiv ausgefallen sein dürften.

Denn Eggers Arbeiten sind viel, viel mehr als „gut gemachte“ Portraits oder Natur- und Landschaftsaufnahmen. In einem ganz eigenen Stil gehalten, vermögen ihre Bilder etwas anzurühren, dass jeder von uns kennt und meist doch nicht greifen und festhalten kann. Sie zeigen höchst ephemere Momente – die Art von Momenten, bei denen man, in welchem Tun auch immer, innehält, um das, was man gerade sieht und riecht und fühlt in sich einzusaugen, in seiner Einzigartigkeit zu bestaunen und zu lieben. Momente, die man nicht mehr verlieren, für immer in sich abspeichern will, weil sie auf so verschiedene Arten herausragend sind. Momente, die uns für die meist kurze Zeit ihrer Dauer überwältigen in ihrer Ästhetik, in ihrem Zusammenspiel von Zeit, Raum und Zufall, die unsere geistigen Karten erweitern und ganze neue Welten zu erschaffen vermögen. 

Meist verblassen diese, allen Vorsätzen zum trotz, in unseren Köpfen jedoch recht schnell, verlieren an Intensität und rücken hinter profanere Schichten des zu Erinnernden. Und vielleicht verweist Eggers auch mit ihrer Vorliebe für neblige, dunstige Szenerien, mit ihrem Einsatz von Blässe und Durchsichtigkeit, Klarem und Verschwommenen und der sehr gezielt eingesetzten, ganz eigenen und fast nostalgischen Farbgebung genau auf diese Flüchtigkeit, die sie so gekonnt einzufangen weiss. Ihre Sujets findet bzw. erfindet Tuane Eggers vor allem, wenn sie draussen unterwegs ist; am liebsten mit Menschen die sie liebt und interessanten Objekten im Gepäck. Und so entstehen Arrangements aus einem Gemisch von spontaner Interaktion zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Natur, Mensch und Objekt, Natur und Objekt; und aus schwer festzumachenden Hybriden aus Inszenierung und Zufall, die eine Leichtigkeit und eine fast beiläufige Selbstverständlichkeit in sich tragen. Als wären sie ganz gewöhnliche Momentaufnahmen aus einer Welt, deren Zauber sich immer wieder und mit fröhlicher Mühelosigkeit zeigt - Traumepisoden direkt dem Realen entnommen. 

Tuane Eggers hat uns im Interview verraten, dass sie im Moment vor allem davon träumt, mehr auf Reisen gehen zu können, um mehr Orte und Menschen dieser wunderschönen Welt kennenzulernen.  Und wir freuen uns sehr auf die Ergebnisse dieser zukünftigen Reisen!


Stephanie_Danner
Geschrieben von Stephanie_Danner
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