Unsere Pflanze der Woche: Actaea (Christophskraut)

von Stephanie_Danner | 03.03.2014 | blume , pflanze der woche , christophskraut , cimicifuga actaea | 0 Kommentare | Bewertung: 5 Bewertungen

Cimicifuga Actaea

Cimicifuga Actaea

Cimicifuga Actaea

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Ich muss es schreiben, wie es ist: Das mit dem Ich muss es schreiben, wie es ist: Das mit dem Christophskraut ist nur Pflanzenliebe auf den zweiten (oder dritten) Blick. ist nur Pflanzenliebe auf den zweiten (oder dritten) Blick.

Unsere Pflanze der Woche würde ich, mal ganz abgesehen von jeder botanischen Systematisierung, in eine bestimmte Gruppe von Pflanzen einordnen: In jene, die alleine durch ihr Äusseres zuerst mal nicht besonders interessant erscheinen. Eine dieser Pflanzen, die bei einem Waldspaziergang im Frühjahr ein wenig am Rande der Wahrnehmung vorbeiziehen - ohne grosses Tralala; deren Potential für den eigenen Garten wohl erst für den etwas versierteren Gartengestalter und für das etwas geübtere Gärtnerauge zu Tage tritt. Jeden Vergleich mit der oberflächlichen Beurteilung anderer Menschen überlasse ich an dieser Stelle jedem Leser und jeder Leserin selber, der oder die sich je nach Tagesverfassung schon mal äusserst grob beurteilend oder ganz unscheinbar vorgefunden hat...

Dabei kann das Christophskraut durchaus ein zierender Gartenbewohner sein (wie auch der äusserst versierte Garten-Designer Piet Oudolf weiss). Es handelt sich um eine Pflanzengattung aus der Familie der Hahnenfussgewächse mit etwa 30 bekannten Arten. Das Rhizome ausbildende Staudengewächs wird 1 – 1,2 Meter hoch; trägt gefiederte, wechselständig angeordnete Blätter und kleine, cremeweisse aufrechte Blütentrauben. Je nach Art folgen diesen Blüten etwa ab Juli leuchtend rote, weisse oder schwarze Beeren oder auch sternförmige, gebündelte Balgfrüchte. Zugegeben, dass diese Beeren giftig sind ist ein weiterer Abturner... Allerdings, wenn man auf omnivore Kinder und Haustiere acht gibt und auch den direkten Hautkontakt mit Vorsicht geniesst, dann tun sie ja nichts weiter als uns prächtige Farbakzente im Garten zu bescheren. 

Die verschiedenen Actaea-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die in der gesamten nördlichen Hemisphäre gedeihen. Sie sind gut geeignet für schattige Standorte und bevorzugen nasse, nährstoff- und humusreiche Erde. Deshalb eignen sie sich wunderbar für „Waldgärten“, waldähnliche Gartennischen oder in der Gemeinschaft einer schattenfreundlichen Staudenrabatte. 

Der Namensgeber für diese Pflanze ist im übrigen der heilige Christophorus. Dieser galt als Schutzheiliger bei Krankheit und Tod. Somit war er auch für die Pestkranken zuständig, bei denen man unter anderem das Christophskraut als Heilmittel versuchte. Weitere Bezeichnungen sind Hexenkraut, Wolfsbeere, Teufelsbeere und Johanniskraut (nicht zu verwechseln mit dem „Echten Johanniskraut“ - Hypericum perforatum!). Der Gattungsname Actaea wird mit der griechischen Sage des Aktaion in Verbindung gebracht, der (in einer der Versionen) Artemis, die Göttin der Jagd,  beim FKK-baden beobachtet hat und von der rachsüchtigen Dame in einen Hirschen verwandelt wurde. Der arme frisch Gehörnte wiederum wurde von seinen eigenen Hunden zerfleischt, nachdem diese die Beeren des Christophskrautes gefressen hatten und dann in Raserei verfallen waren...

Naja, ob einen diese Aufzählung von möglichen An- und Abturnern nun dazu führt über die Anschaffung einer Actaea nachzudenken oder auch nur die Aufmerksamkeit beim Waldspaziergang erhöht, bleibt jedem selber überlassen. So oder so...ich bleibe eine Verfechterin des zweiten und auch des dritten Blickes! 


Stephanie_Danner
Geschrieben von Stephanie_Danner
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