Sag mir wo die Bienen sind...

von Stephanie_Danner | 13.03.2014 | natur , insekten , bienen , biene | 0 Kommentare | Bewertung: 2 Bewertungen

bienen

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Warum und wie wir zum Teil der Lösung werden sollten!

Sicherlich...manchmal und zur weltbürgerlichen Bewusstwerdung können wir barfuss, mit der Konzertgitarre auf dem Schoss, im Licht der untergehenden Hochsommersonne im Schneidersitz auf dem Boden lümmeln und die Zerstörungswut der menschlichen Rasse durch das Aufwärmen alter Antikriegslieder beklagen. Doch, das sanfte Zupfen der Saiten und das wehmütige Hauchen der Stimme beim Ausklang einer Strophe wird uns weder Antworten noch die Bienen zurück bringen. Wir sollten also die leicht nar(r)zisstische Jammerromantik auf ein Minimum beschränken und tatsächlich aktiv werden. Warum und wie? Wir haben Infos, Vorschläge und Inspirationen gesammelt:

Die Zahl der Bienenvölker ist weltweit rückläufig. In den USA ist in den letzten Jahren eines von drei Bienenvölkern gestorben. In Europa lag in den vergangenen Wintern die Sterberate der Honigbienenvölker bei etwa 20% - wobei die Zahlen hier stark variieren; in Grossbritannien etwa werden die Bienenverluste seit 1985 auf 54% geschätzt. 

Die Frage, wo sie denn alle hin sind können wir uns getrost schenken, denn wir kennen einige Ursachen sehr genau: Erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten und Parasiten, die Folgen industrieller Landwirtschaft, die Auswirkungen des Klimawandels und der unreflektierte Einsatz von Insektiziden und Pestiziden. All diese und noch einige unbekannte Faktoren führen zum weltweiten Bienensterben oder auch zu bis dato ungeklärten Phänomenen wie dem sogenannten Völkerkollaps (colony collapse disorder: CCD) – ein Syndrom, bei dem die Arbeitsbienen ohne ersichtlichen Grund nicht mehr zu ihrem Volk zurückkehren. 

Schon Mutter Gump wusste: Dumm ist der der Dummes tut. Denn ein grosser Teil unserer Nahrung ist massgeblich von der Insektenbestäubung abhängig. Etwa ein Drittel hängt unmittelbar von den Bienen ab. Neben Kulturpflanzen sind ca. 90% der Wildpflanzen auf Bestäubung durch Tiere angewiesen. Da kann ich, als galgenhumorgeprüfte Österreicherin, nur sagen: Wir können stolz auf uns sein! 

Aber, es ist es gar nicht so schwer den unproduktiven Zynimus los und Teil der Lösung zu werden...

Selbst zu einem Bienenvolkbetreuer zu werden ist nicht unrealistisch! Es gibt bereits einige engagierte Leutchen und somit ein gutes Angebot an Kursen. Ein Beispiel ist die Freie Universität Berlin, die in Zusammenarbeit mit einem Imkerverein kostenlose Kurse anbietet. Es gibt zahlreiche ähnliche Projekte... Informiert euch in eurer Stadt oder Region!

Natürlich kann man auch im Web einiges an Informationen und Materialien bekommen.  

Wer ein Stadtpflänzchen mit kleiner Wohnung ohne Auslauf ist muss nicht passiv bleiben und kann sich der „Urban-Imkering-Bewegung“ anschliessen.

Wenn ein bisschen Platz, aber keine Imkerambitionen vorhanden sind, gibt es Modelle, bei denen man ein Plätzchen für die Bienen zur Verfügung stellt, sich aber nicht selbst darum kümmern muss.

Auch eine schöne Option, die weder Platz noch wirklich Zeit in Anspruch nimmt, ist das Übernehmen einer Patenschaft für ein Bienenvolk

Unser Fazit: Es gibt für alle, die es wollen, schöne und durchaus einfache Möglichkeiten, etwas zu tun. Und wer trotzdem gern abends im Garten mit der Gitarre mitträllert achte bitte darauf, ob seine Sangeskünste ein weiterer Fluchtgrund für die Bienen ist – ist diesem Fall sei dazu geraten, auf ein wohlklingendes Summen umzusteigen!

Hauptbildquelle: Bestimmte Rechte vorbehalten von kokogiak


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