Klaus Pichler „Just the Two of Us“

von Natasha Starkell | 18.12.2013 | kunst , blumen , klaus , pichler , art | 0 Kommentare | Bewertung: 0 Bewertungen

Klaus Pichler

Klaus Pichler

Klaus Pichler

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Wer möchte nicht gern mal eine Zeitlang jemand anderes sein? Diese Frage stellte sich auch der Wiener Fotograf Klaus Pichler. Und wie Künstler nun mal so sind, setzte er seine Gedanken gleich in ein Kunstwerk um: Just the Two of Us.

Wenn man sich verkleidet, dann ist das so, als ob man sich eine zweite Haut überstreift. Man ist eine ganz andere Person und kann sich auch ganz anders verhalten. Man trägt eine Maske, man verwandelt sich und traut sich vielleicht auch Dinge, die man immer schon mal machen wollte, sich aber nie gewagt hat. Oder die sonst einfach nicht ins Bild der eigenen Person passen... Kostüme sind also eine ernste Sache!

Mit diesen Gedanken im Kopf begab sich Klaus Pichler auf die Suche nach Menschen, die außergewöhnliche Kostüme und Verkleidungen ihr eigen nennen und diese nicht nur zum Fasching oder als traditionelles Brauchtum, sondern auch zu anderen Anlässen tragen. Und er wurde fündig. Angefangen vom Osterhasen-Ganzkörperkondom über den klassischen Star-Wars-Krieger und das Alien in Silberoptik bis hin zu Hexe, Engel oder Riesen-Echse – er holte sich die ausgefallensten, wunderlichsten, abgefahrensten und zauberhaftesten Wesen vor seine Kamera.

Das Ergebnis ist die grandiose Foto-Serie „Just the Two of Us“, in der Pichler seine Modelle – natürlich in Verkleidung – in ihrem Zuhause abgelichtet hat. Da sitzt ein blaues Monster am Küchentisch und wirkt ein wenig traurig; inmitten eines grünen Zimmerpflanzen-Dschungels, Blumensträußen und Blumenbilder thront ein – ja ein was eigentlich? – ein bekleidetes, grünes Echsen-Ungetüm? im Sessel; ein Ritter sitzt allein am riesigen Holztisch in der Mansarde und macht ein Puzzle und der Osterhase liegt auf einem kuschelig grünen, an eine Wiese erinnernden Teppich und hält Zwiesprache mit seinem Hund, der die ganze Sache offenbar auch etwas bizarr findet.

Auf den ersten Blick wirken die Figuren wie Fremdkörper in einer Umgebung, in die sie nicht passen. Aber auf den zweiten Blick passen sie doch irgendwie. Und auf den dritten Blick passen sie sogar perfekt. Und man wundert sich, wie das sein kann. Das ist dann wohl die Kunst von Klaus Pichler, der es schafft, aus absurden Bildern passende Bilder zu zaubern. So perfekt, wie die Echse in ihren Dschungel passt, so schräg wirken der Star Wars Klonkrieger und der Royal Guard vor den Hängepflanzen im Korridor. Wobei, die Pflanzen passen eigentlich, es ist mehr die Tapete, die etwas fehl am Platze ist... Und auch der grimmig dreinblickende Krampus scheint sich die passende Deko für seinen Look ausgesucht zu haben, einschließlich dezenter Grünpflanzen.

Und nachdem du jetzt so viel über die tollen Bilder gelesen hast, sollst du sie dir natürlich auch unbedingt ansehen! Hier findest du sie – viel Spaß!

http://www.kpic.at/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=56&Itemid=113

 


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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