Interview: Cécile Daladier

von Natasha Starkell | 15.01.2013 | pflanzen , vase , interview | 0 Kommentare | Bewertung: 1 Bewertungen

Interview: Cécile Daladier

Interview: Cécile Daladier

Vasen, die für und von Pflanzen bestimmt sind.

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Vasen, die für und von Pflanzen bestimmt sind.

Bevor Cécile Daladier Keramik-Vasen machte, waren ihre Arbeiten immer schon Natur bezogen. In großen Gläsern und rostigen Eisenskulpturen ließ sie Wasser sammeln und stellte die Skulpturen in der Natur auf. Die Skulpturen reflektierten ihre Umgebung wie in einem Spiegel. In anderen Werken arbeitete sie mit gedruckten Blumen wie Krokusse und Kastanienblüten auf Leinwänden.

Mit diesem künstlerischen Hintergrund und Céciles Liebe zum Gärtnern kam sie auf ganz natürlichem Wege zu ihrem heutigen Handwerk. Jedoch schafft sie keine gewöhnlichen Keramik-Vasen. Sie sind für ganz unterschiedliche Blumen gemacht wie die, die man im Garten findet, am Straßenrand oder in den Bergen.
 
In ihrer Miniatur-Serie hat Cécile Vasen für sehr kleine Blumen entwickelt wie Gänseblümchen oder Schleierkraut. Das Violettier Design mit den sehr kleinen Löchern ist für Blumen mit dünnen Stielen, wie Veilchen oder Alpenveilchen gedacht. 
 
Im Gegensatz dazu ist die Tulipier Vase für Blumen mit größeren Stielen wie Tulpen, Pfingstrosen und Rosen gedacht. Die Schornstein-ähnliche Struktur der Vase hilft dem Blumenstrauß seine natürliche Form beizubehalten. Der Strauß arrangiert sich selbst und wird allein durch die Form und Machart der Vase beeinflusst.
 
Die Idee dahinter ist, dass die Vasen für und von Pflanzen bestimmt sind. Und am Ende hat man einen kleinen Garten auf seinem Tisch zu stehen.
 
Wir haben Cécile ein paar Fragen gestellt, dass ihr nach den Bildern lesen könnt.
 

 

Beschreibe dein Atelier und was liebst du daran?
Mein Atelier befindet sich im Süden von Frankreich, oben in den Bergen in der Region Drome. Es hat riesige Fenster, viel Licht und ist sehr ruhig. Man kann die Vögel und die wilden Tiere durch die Fenster sehen. Hirsche stehen oft vor meiner Haustür!

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag bei dir aus?
Ich stehe früh auf, trinke einen Tee und backe Brot für den Tag. Ich räume ein wenig auf und gehe dann in mein Atelier. Ich arbeite den ganzen Tag und mache nur eine kleine Pause am Nachmittag, um im Garten zu arbeiten. Am Abend stricke ich gerne und spiele Klavier.
 
Wo hast du dein Handwerk erlernt?
In einer Töpferwerkstatt für Kinder lernte ich das erste Mal die Keramiktechnik kennen! In der Werkstatt habe ich mir die Grundlagen angeeignet. Später hat mir ein Freund aus Drome "Raku" und viele andere Geheimnisse beigebracht.
 
Warum hast du dich für die Selbstständigkeit entschieden? 
Vor vier Jahren war ich Malerin. Ich musste mehr mit meinen Händen tun als nur zu zeichnen.
 
Was sind die schlechten und guten Seiten der Selbstständigkeit?
Ich bin unabhängig, aber bekomme auch keine Hilfe.
 
Wenn nicht Keramik, was dann?
Ich würde immer noch malen oder Klavier spielen.
 
Wie bleibst du kreativ?
Spazieren gehen oder schlafen.
 
Was inspiriert dich?
Die Natur beeinflusst mich sehr stark. All meine Ideen bekomme ich von ihr.
 
Wenn du eine Stunde mehr am Tag hättest, was würdest du tun?
Ich würde Blumen sammeln.
 
Den besten Ratschlag, den du je bekommen hast?
Glaube an dich!
 
Lieblingsblume: Veilchen
Lieblingspflanze: Blühende Mandelbäume in der Winterzeit.
Pflanzen oder Blumen? 
Pflanzen haben meist auch Blumen. Somit ist es schwer, mich zu entscheiden.
Balkon oder Garten? 
Ein Garten auf dem Balkon wäre mir am liebsten, wie ich es in Paris hatte. Mein Balkon war ein großer Garten. Pflanzen wuchsen ohne großartige Pflege.
Tee oder Kaffee? 
Das ist abhängig von der Tageszeit und meiner Stimmung.
See oder Ozean?
Ich mag beides. Das Meer wegen des Geruches und den See wegen der Blumen drum herum.
Tag oder Nacht?
Tag!
Katzen oder Hunde?
Beide sind meine Freunde.
Innen oder draußen?
Wenn das Wetter schön ist, bin ich gerne draußen. Wird es ungemütlich, dann lieber drinnen.  Da habe ich es mir einfach gemacht, ich weiß!
Freitag oder Sonntag?
Für mich ist jeder Tag gleich. Mir geht es gut damit.
Frühling oder Herbst?
Man kann das eine nicht ohne das andere mögen.
 

Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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