Interview: Andrew Zuckerman (Übersetzung)

von Natasha Starkell | 08.02.2013 | pflanzen , kunst , farbe , interview | 0 Kommentare | Bewertung: 0 Bewertungen

Interview: Andrew Zuckerman (Übersetzung)

Interview: Andrew Zuckerman (Übersetzung)

Andrew Zuckerman arbeitet mit Pflanzen, in Fotografien und in Filmen. Seine Pflanzen wirken fragil, losgelöst, manchmal fremdartig. Als wir seine Arbeiten das erste mal sahen, wurden wir von Farben, Formen, Strukturen und Emotionen überwältigt.

Bewerten:

Andrew Zuckerman arbeitet mit Pflanzen, in Fotografien und in Filmen. Seine Pflanzen wirken fragil, losgelöst, manchmal fremdartig. Als wir seine Arbeiten das erste mal sahen, wurden wir von Farben, Formen, Strukturen und Emotionen überwältigt.

 

Andrew's Webseite: http://www.flowerthebook.com/

 

Deine Photografien sind der inspirierend und wirklich wunderschön. Wie und wann bist du auf diese Idee gekommen?

 

Gedanklich sind die photografischen Erhebungen, die ich mit Naturaufnahmen mache (in diesem Fall Blumen, aber auch meine früheren Projekte: Vögel und Kreaturen) sind aus zwei Sachen inspiriert: Der taxonomische Impuls bei der Arbeit vieler Naturstudien zum Beginn des 20.Jahrhunderts – wie die botanischen Zeichnungen aus der Zeit, oder die Arbeiten von Audubon – auch die Arbeit von Designern die ich bewundere, wie Buckminster Fuller und Massimo Vignelli. Mein Ziel, so wie das Ziel eines guten Designers, ist es, dem Thema nichts aufzuerlegen. Deswegen habe ich alle meine Themen vor einem weißen Hintergrund mit Licht – damit kann ich ihre essentiellen Qualitäten deutlich hervorheben ohne ein ästhetische oder erzählerische Schicht auf das Thema zu legen. Das war für mich bei den Pflanzen außerordentlich interessant, denn sie sind als künstlerisches Objekt schon bereits so ausgelutscht, aber sie werde immer häufiger metaphorisch oder erzählerisch in Gebrauch. Ich wollte sie von diesen Assoziationen loslösen und einfach die genaueste, zweidimensionale Darstellung von lebendigen, dreidimensionalen Dingen. Ich war zudem von der Idee angetan, eine Aufnahme zu machen, genau wie die Naturalisten des 19. Jahrhunderts.

 

 

 

Wie erstellst du diese Bilder, analog oder digital? Und veränderst du deine Ergebnisse noch?

 

Ich arbeite mit digitaler Photografie und die Bilder werden hinterher noch bearbeitet. Auch wenn das dann am PC stattfindet nutzen wir eigentlich die gleichen Techniken wie in einer Dunkelkammer – abwedeln, brennen, Grundfarben, Ausgleich und Ton – um das rauszuholen, was in dem Bild besteht.

 

 

Bevorzugst du Photos oder Filme um deine Ideen auszudrücken?

Ich bevorzuge immer das Medium, welches sich am besten eignet, um das Material zu erforschen. Und oftmals habe ich auch einen multimedialen Ansatz, den ich finde es spannend, den Ansatzpunkt bei der Arbeit zu verändern.

 

Hast du einen Favoriten bei deinen Werken?

Nein, habe ich nicht.

 

Siehst du, dass Künstler mehr und mehr die Natur / natürliche Objekte / Pflanzen gebrauchen, um ihre Kunst zu erstellen?

Ja, ich erkenne einen Trend hin zu einem organischeren Gebrauch von Materialien. 

 

Gibt es einen Künstler, den du allgemein am meisten verehrst?

Diese Liste ist viel zu lang.

 

Welche Pflanze hat am meisten Problem beim Photo gemacht und warum war das so?

 

Das ist schon witzig, denn ich habe erwartet, dass die Pflanzen sehr anfällig sein würden, vor Allem unter den unfassbar hellen und heißen Lichtern aber das war dann nicht der Fall. Sie waren eher sehr stabil. Also mit Bezug auf die Schwierigkeit würde ich sagen, dass es eher schwer war, an einige der selteneren Exemplare ranzukommen, wie die Orchidee „Darwin’s Star“, die am Schwersten war. Auch die Cannabis-Pflanze war nicht leicht zu besorgen. Im Falle der Orchidee hatten war das Glück, dass uns der Botanische Garten von New York aushalf, die uns während ihrer Orchideen-Show Zugang gewährt. Im anderen Fall war es so, dass wir bei der Oaksterham Universität drehen konnte, einer Einrichtung für den medizinischen Anbau von Marihuana und das kurz bevor dort eingebrochen und später 2011 geschlossen wurde.

 

Hättest du eine Extrastunde pro Tag, was würdest du machen?

Musizieren.

 

 

Was ist der beste Tipp, den du je gehört hast?

Als ich Chuck Close für das „Wisdom“-Projekt interviewte sagte er, dass Inspiration was für Amateure sei; wir anderen kommen einfach und machen uns an die Arbeit.

 

Sushi oder Salad?

Sushi

 

Balkon oder Garten?

Garten

 

Tee oder Kaffe?

Kaffe

 

Berge oder Meer?

Berge

 

Sonne oder Mond?

Mond

 

Hund oder Katze?

Hund

 

Innen oder Aussen? 

Aussen

 

Freitag oder Sonntag?

Freitag

 

Frühling oder Herbst?

Herbst

 

 


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

Folge mir auf:

Der bessere Therapeut VORHERIGER ARTIKEL:

Der bessere Therapeut

von Natasha Starkell
Words: Weeds NÄCHSTER ARTIKEL:

Words: Weeds

von Natasha Starkell

Beliebte Artikel