Geteilter Garten – schöner Garten!

von Natasha Starkell | 28.12.2013 | garten , schrebergarten , teilen | 0 Kommentare | Bewertung: 1 Bewertungen

geteilter Garten

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Irgendwann saß ich mit ein paar Freunden beim Frühstückspicknick im Park. Und plötzlich tauchte das Thema Garten auf. So nach dem Motto – Mann, wäre das nicht genial, wenn wir jetzt im eigenen Garten frühstücken könnten und nicht die nervige Umpf-Umpf-Mugge von den Typen da drüben ertragen müssten? So fangen Träume an... Und unser Traum klang gar nicht mal so unrealistisch: Wir pachten zusammen einen Garten!

Ach, so ein Garten, das wäre was... Da kann man sich am Wochenende aktiv erholen, mit Freunden grillen, in der Hängematte liegen, vielleicht nen kleinen Pool aufstellen... Und lecker Obst und Gemüse aus eigenem Anbau ist natürlich auch nicht zu verachten... Sind dir solche Gedanken auch schon durch den Kopf gegangen? Aber so sehr du es auch hin und her wendest – dir fehlt einfach die Zeit, dich um einen Garten zu kümmern, und finanziell weißt du auch nicht, ob du es stemmen kannst. Also bleiben Hängematte und Pool im eigenen Gärtchen vorerst ein Traum... Oder?

All diese Grübeleien kenne ich sehr gut. Aufgewachsen bin ich auf dem Land. Mit riesigem Garten, auf dem zwei Bienenhäuser und jede Menge Bäume und Sträucher standen. 5 Meter Himbeerbüsche – ein Paradies! Inzwischen lebe ich seit über 20 Jahren in der Großstadt, mittendrin im lauten, bunten und wenig grünen Szeneviertel. Mehr und mehr habe ich in den vergangenen Jahren den paradiesischen Garten meiner Kindheit vermisst, und mehr und mehr meldete sich der Wunsch nach einem Fleckchen Grün. Bloß wie sollte das gehen? Bei einem Vollzeitjob bleibt nicht viel Zeit, und ausschließlich im Garten will ich meine Freizeit auch nicht verbringen.

Irgendwann saß ich mit ein paar Freunden beim Frühstückspicknick im Park. Und plötzlich tauchte das Thema Garten auf. So nach dem Motto – Mann, wäre das nicht genial, wenn wir jetzt im eigenen Garten frühstücken könnten und nicht die nervige Umpf-Umpf-Mugge von den Typen da drüben ertragen müssten? So fangen Träume an...  Und unser Traum klang gar nicht mal so unrealistisch: Wir pachten zusammen einen Garten!   

Je mehr wir darüber nachdachten, um so besser klang es. Ein geteilter Garten bedeutet geteilte Arbeit und geteilte Finanzierung – da bleibt jedem Zeit (und Geld...) auch noch für andere Hobbys. Natürlich bedeutet es auch, sich zu vertrauen und demokratisch zu entscheiden, was angebaut, was verändert, was an Geräten und anderen Dingen gekauft wird. Durchaus auch eine Herausforderung! Aus der ursprünglichen Runde waren vier Leute übrig geblieben. Wir kennen uns schon lange und wollten das Experiment wagen – obwohl uns manche im Bekanntenkreis davon abrieten.

Inzwischen haben wir unsere erste Gartensaison geschafft. Und das erfolgreich, da sind wir uns einig. Unser Garten war anfangs eine Müllkippe, aus der wir erstmal containerweise Abfälle unserer Vorgänger entsorgten. Zugegeben, beim Beete planen waren wir noch etwas chaotisch. Aber egal. Jede Bohne, jede Zucchini, jede Möhre war ein Erfolg und wurde gebührend gefeiert. Zum ersten Mal seit 20 Jahren habe ich wieder eine selbst geerntete Zuckerschote gegessen – und hätte vor lauter Glück heulen können! Als Sahnehäubchen haben wir an die 10 Kilo leckere Pfirsiche gepflückt – obwohl wir monatelang keine Ahnung hatten, was das eigentlich für Früchte sind, die da an diesem komischen Baum wachsen...

Unsere Entscheidung für den Garten haben wir in dem Jahr nicht eine Minute bereut. Wir hatten jede Menge Arbeit und Spaß und haben uns immer bestens vertragen – auch wenn nicht jeder mit jeder Entscheidung glücklich war. Wir haben gegrillt und in der Hängematte gelegen und schwesterlich Obst und Gemüse geteilt. Das mit dem Pool ist noch ein Traum – aber hey, einen Schritt nach dem anderen!  

Bildquelle: tricky (rick harrison) 


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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