Der Hund im Garten - Eine Typologie

von Natasha Starkell | 03.01.2014 | garten , hund , haustier | 0 Kommentare | Bewertung: 0 Bewertungen

hund garten

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Als glückliche Besitzerin von Hund UND Garten habe ich schon jede Menge Gartenhunde kennenlernen dürfen. Natürlich sind sie alle verschieden, haben irgendwie aber auch ganz bestimmte, sich wiederholende Eigenschaften. Und da Schubladendenken wohl eine typisch deutsche Eigenschaft ist, habe ich sie mal analysiert, klassifiziert und unterm Strich in 3 Schubladen gesteckt:

1. Der Laika-Typ

Laika ist die Hündin eines befreundeten Paares, das die wärmere Jahreszeit über praktisch rund um die Uhr im Garten lebt. Laika könnte man als den tiefenentspannten Gartenhund bezeichnen, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Sie liebt es, sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und ist auch bei Temperaturen von 40 Grad kaum vom Rasen zu kriegen. Unvernünftig von ihr, aber was will man machen... Damit sie keinen Sonnenstich kriegt, wird sie ab und zu mit dem Schlauch abgespritzt oder kriegt ein feuchtes Tuch aufgelegt. Frisches Trinkwasser steht natürlich immer da. Wenn Laika nicht in der Sonne schmort, spaziert sie durch den Garten und schnuppert an Blümchen oder wartet geduldig neben dem Tisch auf den einen oder anderen Happen. Damit ist der Laika-Typ eigentlich der ideale Gartenhund. Von der exzessiven Sonnerei vielleicht mal abgesehen...

2. Der Benny-Typ

Benny ist einer der beiden Hunde unserer „Garten-WG“ und versteht sich als Wächter und Aufpasser über Tor, Menschen, Bälle, Pflanzen und vor allem Grillfleisch. Seine selbst gewählte Aufgabe (von der er sich nicht abbringen lässt) erfüllt er mit lautstarker Leidenschaft. Fremde müssen vertrieben werden, und wer unbelehrbar ist, der gehört bestraft. So wie unser Gartennachbar, der doch eines Tages einfach so hereinspaziert kam. Bloß gut, dass es Haftpflichtversicherungen gibt und unser Nachbar ein netter Mensch ist, der die zerbissene Hose nicht weiter übel genommen hat... Inzwischen haben wir das Schild „Achtung, freilaufende Hunde“ am Tor durch das Schild „Achtung, gefährlicher Hund“ ersetzt. Gefährlich ist er zwar nicht wirklich, der Benny-Typ, aber Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste...

3. Der Nele-Typ

Nele ist meine Podenco-Mischlingshündin und eine begnadete Mäusejägerin. Der Garten ist ihr Jagdrevier und ihre Leidenschaft das Buddeln. Das kann nützlich sein, muss es aber nicht. Beim Umgraben des Kartoffelbeetes und des Staudenbeetes hat sie ganze Arbeit geleistet, das muss ich wirklich anerkennen. Und auch das komplette Feuerbohnen-Beet hat sie nach kurzer Einweisung perfekt eigenständig bearbeitet. Allerdings kann ihr Interesse abrupt auf andere Bereiche des Gartens umschwenken, so dass man den Nele-Typ ständig im Auge behalten muss. Unsere Möhren beispielsweise haben es wegen ihr nie bis zur Erntereife gebracht, und einige Male hat sie es fast geschafft, sich unterm Zaun zum Nachbarn durchzugraben. Grillen oder Chillen erweist sich mit dem Nele-Typ als schwierig, denn mehr als 5 Minuten kann er nicht still sitzen, dafür gibt es viel zu viel zu tun...

Natürlich treten die drei Gartenhund-Typen nicht nur in reiner Form auf, sondern es gibt sie auch in den verschiedenen Mischformen. Und falls dir noch ein vierter oder fünfter Typ Gartenhund bekannt sein sollte, dann schreib ihn uns! 

(Bildquelle: Noel Lopez)


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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