Aus Wasser werde Wein...

von Natasha Starkell | 08.01.2014 | wein , weinreben , schneiden | 0 Kommentare | Bewertung: 2 Bewertungen

weinreben

weinreben

weinreben schneiden

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Gute Nachricht: Etwa 2000 Jahre nach Christi haben auch wir eine eigene Lösung parat, aus Wasser Wein zu machen. Weinstöcke, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch richtige, echte Trauben zum Keltern tragen, kannst du selbst hierzulande in wärmeren, geschützten Lagen anbauen. Damit du als Hobbywinzer auch erfolgreich bist, musst du deine Reben natürlich ordentlich pflegen. Und so geht es:

Weinreben schneiden – eine kleine Anleitung

Mit Weinreben ist das so eine Sache, die man erst einmal durchschauen muss. Also: Die Trauben wachsen an einjährigen Trieben. Das ist einfach. Aber etwas kompliziert wird es hier: Diese einjährigen Triebe wiederum müssen an zweijährigen Trieben wachsen... Du musst also genau wissen, wie alt deine Triebe sind, damit du auch leckere Trauben ernten kannst.

Recht einfach merken kann man sich die Zeit, wann du die Schere ansetzen musst, nämlich Ende Februar oder Anfang März, wenn es keinen Frost mehr gibt. Später aber nicht mehr, denn dann steigen schon die Säfte, die dann aus den „wunden“ Stellen tropfen, was den Weinstock schwächt.

Beim Schnitt gehst du folgendermaßen vor: An deinem Haupttrieb sind das Jahr über mehrere Seitentriebe gewachsen, die du gut an ihrer gelbbraunen, rotbraunen oder orangen Farbe erkennst. Alle dies Seitentriebe kürzt du mit einer scharfen Gartenschere ein, und zwar bis auf 2 bis 3 Augen. Was zum Teufel sind Augen beim Wein, fragst du dich jetzt wahrscheinlich. Als Augen bezeichnet man die Knospen des Weinstocks. Aus denen kann sich entweder ein Trieb entwickeln, der Blätter trägt, oder einer, der Trauben trägt. Alles klar? Beim Rückschnitt gehst du aber nicht bis direkt an die Knospe, sondern setzt den Cut mittig zwischen zwei Knospen. Auf den Quadratmeter gerechnet sollten 15 bis 20 Augen zu sehen sein.

Wein gehört zu den Pflanzen, die es mit dem Wachsen gern übertreiben. Das solltest du bedenken, wenn du mit einem jungen Weinstock beginnst. Also lieber am Anfang die Anzahl der Haupttriebe begrenzt halten, damit du keinen wilden Busch bekommst, der dir im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf wächst, weil du ihn nicht mehr kontrollieren kannst. Viel besser ist eine kräftige, gesunde und gut gepflegte Pflanze, die nicht nur attraktiv aussieht, sondern an der auch kräftige, gesunde Trauben wachsen.

Viel Spaß und viel Erfolg!

PS: Manche Gärtner sagen, es sei zu früh und die Reben könnten im Frost eingehen. Das ist zum Teil korrekt, aber nur dann, wenn der Winter sehr hart und kalt ist. Dieses Jahr ist alles flauschig warm und nichts steht der Arbeit im Wege.


Natasha Starkell
Geschrieben von Natasha Starkell

Working mum, struggling with gardening chores.

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